Mit dem Kosmetikstudio Geld verdienen?
Das funktioniert, wenn du es richtig angehst!

Viele Frauen träumen davon, sich mit einem eigenen Kosmetikstudio oder Beauty-Business selbstständig zu machen. Die große Frage dabei:
„Kann ich davon wirklich leben?“
Oder noch besser:
„Kann ich mit einem Kosmetikstudio gutes Geld verdienen, ohne mich zu überarbeiten?“
Die Antwort: Ja, das geht!
Aber nur, wenn du deine Zahlen von Anfang an im Blick hast.
Denn egal, wie klein du startest oder wie wenig Kunden du am Anfang hast:
Wenn du deine Finanzen nicht verstehst und steuerst, wird dein Business schnell zum Hamsterrad.
Die gute Nachricht: Du musst kein Zahlenmensch sein, um den Überblick zu behalten.
Du brauchst nur ein paar einfache Tools, die richtigen Routinen – und ein klares Ziel.
Warum du deine Zahlen kennen musst
Viele Beauty-Gründerinnen starten voller Energie, aber ohne Plan:
„Ich schau mal, wie’s läuft. Die Kunden werden schon kommen. Und bei den anderen Studios funktioniert es ja auch.“
Das Problem:
- Du weißt nicht, wie viel du eigentlich verdienen müsstest, damit es sich lohnt
- Du hast keine Ahnung, was am Ende übrig bleibt
- Du setzt deine Preise nach Bauchgefühl oder orientierst dich an anderen Studios, statt sie auf deine echten Kosten und Ziele aufzubauen
So verlierst du den Überblick und irgendwann auch die Freude. Und im allerschlimmsten Fall dein Studio, weil du nicht davon leben kannst.
5 EINFACHE TIPPS FÜR DEINEN FINANZIELLEN ÜBERBLICK
1. Setz dir ein klares finanzielles Ziel
Bevor du dich um Kundengewinnung, Social Media und Behandlungen kümmerst, stell dir diese Frage:
Wie viel Geld willst du monatlich rausbekommen, damit es sich für dich lohnt?
Rechne rückwärts:
Dein Wunsch-Nettoverdienst
+ Fixkosten (Miete, Produkte, Versicherungen)
+ variable Kosten
+ Steuern
+ Rücklagen
= Dein Zielumsatz pro Monat
➡Wie viele Behandlungen zu welchem Preis brauchst du, um das zu erreichen?
2. Dokumentiere von Anfang an alle Einnahmen und Ausgaben
Auch wenn es erst wenige Kundinnen sind: Fang sofort an, Buch zu führen.
Das schützt dich nicht nur vor Stress beim Finanzamt – sondern zeigt dir auch: ✔️ Was du einnimmst
✔️ Wo dein Geld hinfließt
✔️ Ob du auf Kurs bist oder nachjustieren musst
3. Nutze Tools, die dir die Buchhaltung erleichtern
Du musst keine Tabellenkünstlerin sein – es gibt Tools, die dir helfen:
- Lexware (automatisch, anfängerfreundlich)
- sevDesk (besonders bei vielen Belegen hilfreich)
- Businesskonten mit Steuerfunktion
- Oder: eine gut strukturierte Excel-Vorlage
💡 Wichtig ist nur: Benutz etwas, das zu dir passt und bleib dran.
4. Plane jede Woche 30 Minuten für deine Finanzen ein
Mach’s dir zur Routine:
🗓️ Jeden Freitag z. B. 30 Minuten für:
- Einnahmen eintragen
- Belege sortieren
- Ausgaben checken
So bleibst du im Flow und hast keinen Stress mehr wegen der Steuer.
5. Berechne deine Preise nicht nach Bauchgefühl
Viele Kosmetikerinnen unterbewerten ihre Arbeit. Dabei musst du genau wissen:
💰 Was kostet dich eine Behandlung wirklich?
💰 Wie viel willst du daran verdienen? Wenn du das weißt, kannst du mit gutem Gefühl faire, gewinnbringende Preise setzen und musst nicht ewig für zu wenig Geld arbeiten.
Fazit: Gute Arbeit zu machen reicht nicht. Du musst dein Business auch steuern.
Das Beautybusiness ist wunderschön – und wir lieben es, unsere Kund*innen glücklich zu machen.
Aber unsere Arbeit ist mehr als ein Hobby:
Wir wollen davon leben ohne 10 Stunden und mehr im Studio zu stehen.
Deswegen ist es unbedingt nötig, dass du deine Zahlen kennst und sie als Orientierung nutzt.
Mit einem klaren Ziel, einfachen Tools und einer kleinen Routine wird Buchhaltung kein Stressfaktor mehr, sondern ein Schlüssel zu deiner Freiheit als Unternehmerin.