Gerätewahl im Kosmetikstudio: So findest du den richtigen Start ohne Schuldenfalle

Viele Frauen, die den Traum vom eigenen Kosmetikstudio haben, stehen irgendwann vor dieser Frage:
„Welche Geräte brauche ich wirklich – und wie viele?“
Die Versuchung ist groß, direkt in Microdermabrasion, Needling, Aquafacial & Co. zu investieren. Schließlich klingt jedes Gerät so, als wäre es ein Muss für den Erfolg – und bei anderen Kosmetikerinnen siehst du sie auch ständig im Einsatz.
Doch ich verpreche dir: Du brauchst nicht alles – und schon gar nicht sofort.
Warum weniger manchmal mehr ist
Gerade am Anfang fühlen sich viele Gründerinnen unter Druck, sofort ein riesiges Angebot haben zu müssen. Also wird gekauft oder geleast – oft auf Pump.
Das Problem dabei:
- Hohe Fixkosten belasten dein Studio, noch bevor es richtig läuft.
- Viele Geräte bringen nicht automatisch viele Kundinnen.
- Zu viel Auswahl verwirrt deine Positionierung und macht es schwer, den Fokus zu halten.
- Laufende Kosten können Stress auslösen und dir das Gefühl geben, ständig hinterherzurennen.
Die Wahrheit: Deine Kundinnen kommen nicht wegen der Anzahl deiner Geräte, sondern wegen dir – deiner Kompetenz, deiner Ausstrahlung und den Ergebnissen, die du ihnen ermöglichst.
Vorteile von Geräten – und was du dabei bedenken solltest
Natürlich haben Geräte im Kosmetikstudio auch klare Vorteile:
- Sie ermöglichen es dir, höhere Preise für Behandlungen anzusetzen, da sie eine besonders hohe Wirkung erzielen.
- Viele Geräte können gezielt bei bestimmten Hautproblemen eingesetzt werden.
- Du kannst dein Angebot abwechslungsreicher gestalten und auch Kundinnen ansprechen, die explizit nach einer „Hightech-Behandlung“ suchen.
Aber: Diese Vorteile haben auch eine Kehrseite. Geräte müssen finanziert werden – ob über Leasing, Kredite oder Rücklagen. Das bedeutet immer auch Risiko und Druck.
Wichtig ist also, Geräte nicht als Allheilmittel zu sehen, sondern als Ergänzung zu deinem fachlichen Können.
Die Basis ist entscheidend – auch ohne Geräte
Das Wichtigste für eine nachhaltige Hautverbesserung sind nicht die Geräte, sondern die Grundlagen:
- Eine sorgfältige Hautanalyse
- Eine konsequente und gut abgestimmte Heimpflege
- Regelmäßige Behandlungen
Ein Beispiel: Alle vier Wochen ein Aquafacial bringt kaum etwas, wenn die Kundin zu Hause nichts an ihrer Pflege verändert. Umgekehrt kann schon eine individuell abgestimmte Pflege-Routine kombiniert mit klassischen Behandlungen erstaunliche Ergebnisse erzielen.
Und: Auch ohne große Geräte gibt es wirkungsvolle Methoden wie Intensivpeelings, die keine hohen Anschaffungskosten verursachen und trotzdem sichtbare Ergebnisse liefern.
Schritt für Schritt – und mit einem sicheren Gefühl
Ich selbst habe mein Studio damals komplett ohne Geräte gestartet. Erst, als ich genügend Rücklagen hatte, habe ich mein erstes Gerät gekauft – bewusst das, das zu meinen Kundinnen passte und vielseitig einsetzbar war.
So konnte ich mein Angebot gezielt erweitern – ohne Schulden, ohne Druck und mit einem richtig guten Gefühl.
So findest du die richtige Gerätewahl für dein Kosmetikstudio
Wenn du überlegst, in ein Gerät zu investieren, frag dich:
- Wer sind meine Wunschkundinnen?
- Welche Hautprobleme möchte ich hauptsächlich lösen?
- Welches Gerät lässt sich flexibel einsetzen und passt zu meiner Positionierung?
Mit dieser Klarheit investierst du nicht in ein teures „Nice-to-have“, sondern in ein Werkzeug, das dein Studio und die Haut deiner Kund*Innen wirklich nach vorne bringt.
Mein Fazit für dich
Du brauchst keine „zig Geräte“, um erfolgreich zu starten. Was du brauchst, ist ein klarer Fokus, deine Expertise und das Vertrauen in dich selbst.
Starte klein, baue dir Stück für Stück dein Business auf – und erinnere dich: Deine Kundinnen buchen nicht die Maschine, sondern dich.
Deine Persönlichkeit. Dein Wissen. Deine Begeisterung.
Und glaub mir: Du kannst auch ohne Geräte fantastische Ergebnisse erzielen – wenn du dein Handwerk verstehst und deine Kundinnen individuell begleitest. Ich kenne einige Kolleginnen, die seit Jahren gut im Geschäft sind und rein manuell arbeiten.